CD DES MONATS

 

 

DIE LIEDER-TOUR präsentiert:
Soundtrack des Monats
November 2020

 

SEBASTIAN KRÄMER
Liebeslieder an deine Tante
(Reptiphon)

Sorgsam verpackter Schmerz
Der Berliner Chansonnier griff im Laufe seines bald 30jährigen Schaffens außergewöhnlicher Lieder immer wieder gerne auf die Verwandtschaft zurück. Aber nicht nur zur Aufführung oder Aufnahme diente ihm Familienpersonal, auch inhaltlich bietet es genug Abgründe, in die er Figuren und Publikum stürzen lassen kann. Auf dem neuen Album besingt er nun auch die Schwester, die einzige Person, die einem, wie es im Lied „Mein Affe“ zu hören ist, zeigt, „wie es ist, wenn ein andrer dich aufrichtig hasst“. Sebastian Krämer kennt aber auch den Ausweg aus dem familiären Emotionsdrama, den Güterzug, der nie endet und jegliche Lebensbande zu trennen weiß.
Für die verheißenen Liebeslieder spickt er den Himmel natürlich mit Geigen – genauer: Streichern in allen Formaten. Sowohl die „Sonnenunter-Gang“ unter der Leitung von Burkhard Götze, als auch das Quartett Bowhéme Berlin unterstützen über die Hälfte der Songs in liebevoll durchkomponierten Arrangements. Aufgenommen wurden Teile des Albums bereits im Januar während einer Reihe von Werkstattkonzerten in der Berliner Bar jeder Vernunft. Ihr Gesangsdebüt gibt Krämers Tochter Hedwig im Lied „Frau Zielinski und der Finsterling“. Endlich einmal wird hier die Lebensrealität der Heranwachsenden kindgerecht anhand einer klinisch depressiven Grundschullehrerin nachgezeichnet.
Diese Chansons wollen nicht „Mut machen“, haben keine Parolen oder auch nur Empfehlungen zur Gestaltung einer besseren Welt zur Hand. Wir haben es hier nicht mit zielführender Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu tun. Wohl aber mit dem Versuch, den sorgsam verpackten Schmerz im Hörer aufzuspüren und freizusetzen, weil er zum wenigen gehört, das ihm inmitten seiner ganz persönlichen Zombie-Apokalypse noch die eigene Lebendigkeit anzeigt. Die bizarre Schönheit der Krämerschen Verse und Harmonien ist mit jenem Schmerz im Bunde. Und mit deiner Tante…

Sebastian Krämer wurde 1975 in Ostwestfalen geboren, wo er bereits als Schüler seine Bühnenkarriere startete. Heute lebt der Chansonnier in Berlin und ist laut stilbruch, dem Kulturmagazin des RBB Fernsehens, »der größte Kleinkünstler Deutschlands«. Krämer erhielt 2017 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA. In der Laudatio outete sich Kurt Krömer als Fan: »keiner spickt seine Chansons so mit Morbidität, Charme und vor allem mit hinterfotzigem Humor Güteklasse A.« Außerdem verlieh man Krämer den Deutsch-Französischen Chansonpreis, 2012 den Deutschen Kabarettpreis und 2009 den Deutschen Kleinkunstpreis für Chanson. »Der krasseste lebende Songwriter, den es gibt, und… ein Genie!«, rief Comedian Oliver Polak einst in seiner Talkshow auf Pro7 aus. 2018 feierte Krämer sein 25jähriges Bühnenjubiläum.

Aktuell gratuliert die Liedertour Sebastian Krämer zum Bayerischen Kabarettpreis in der Sparte Musik.
www.sebastiankraemer.de

Das Leipzig-Konzert zum neuen Album:
Freitag | 11. Dezember 2020 | 20.00 Uhr
Neues Schauspiel Leipzig
(präsentiert von der Liedertour)

 

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Oktober
TIMM VÖLKER feat. Patrice Lipeb

DIEB FÜR EIN LIED

Timm Völker Tour2020
Photo.: Stefan Nöbel-Heise

Die extra für die „Dieb für ein Lied“-Tour im Oktober 2020 arrangierten Songs klingen nach Blues und Rock, changierend zwischen amerikanischer Weite und den kritischen Beobachtungen eines in Halle/Saale und Leipzig verwurzelten Städters. Aber auch Völkers Wurzeln im Postpunk scheinen durch in den neun minimalistischen Songs. Neben ganz neuen Songs aus dem kommenden regulären Album, an dem Timm Völker mit dem Produzenten und Musiker Tobias Levin arbeitet, gibt es auf dieser exklusiven limitierten CD-Auflage neben Coverversionen von Townes van Zandt, Bruce Springsteen und Tom Astor auch eine Auswahl an Songs von Timm Völkers Band 206 und dem 2011er Album „Republik der Heiserkeit“.

„Vergleiche hinken immer und erscheinen zumeist bemüht. Wie aber sollte man kurz und knapp ein Grundgefühl formulieren? Wir würden also sagen, dass sich Timm Völker mit seinem aktuellen Tourprogramm irgendwo zwischen Nick Cave und Nick Drake bewegt. Aber eben nur irgendwo dazwischen. Je länger der Abend fortschreitet, desto mehr ist es einfach nur Timm Völker, der in Patrice Lipebs Gitarren- und Bass-Einwürfen eine kongeniale Illustration der musikalischen Stimmungen findet… / Sehr empfehlenswert!“
(Robert Weinkauf)

Die Entstehung dieses Tonträgers wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht.

www.trocadero-home.com

 

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September
ANJA SCHUMANN

GANZ NEU
(Oh, my music!)

„Ganz neu“ ist der Titel des Debüt-Albums von Anja Schumann. Passend zum Corona-Jahr 2020, in dem alles anders und ganz neu ist. Die aus Chemnitz stammende Sängerin und Komponistin wünschte sich am Ende des letzten Jahres, als sie die Zeilen schrieb: „Und nächstes Jahr mach ich frei, das nächste Jahr wird ganz neu.“ – eigentlich nur etwas weniger Arbeit, mehr Zeit zum Durchatmen. Nun ist es so gekommen, wenn auch ganz anders als erwartet.
Anja Schumann hat die Zeit genutzt und zehn Songperlen im Studio aufgenommen. Dabei fließen Jazz, Pop, Chanson und Soul genauso wie klassisches Songwriting in ihre abwechslungsreichen Kompositionen ein. Mit dieser Mischung lässt die Klavier spielende Sängerin dynamische und berührende Klangwelten entstehen, die den intimen deutschen Texten einen samtenen Teppich ausrollen.
Ihre teils mystischen Stücke stellen die Fragen unserer Zeit, erzählen von Liebe und Tod und dem ewigen Motor der Hoffnung – ein Wechselbad der Gefühle zwischen Pathos und Selbstironie, Verzweiflung und Zuversicht. Wie gehen wir um mit politischen Umwälzungen, mit unserer Umwelt und mit der Lebenszeit, die uns zur Verfügung steht? Alles anspruchsvolle Themen, die Anja Schumann jedoch mit Poesie und Schönheit zu füllen vermag.
Solistisch mit eigener Pianobegleitung, im Duo, Trio oder Quartett mit Schlagzeug/Percussion, Streichern, (Kontra-)Bass und Flügelhorn entstehen wunderbar fließende Arrangements, welche die perfekt produzierten Lieder zu kleinen Edelsteinen außerhalb des Pop-Mainstreams reifen lassen.
www.anja-schumann.de

 

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August
Otto Groote Ensemble

Live auf Spiekeroog

Lieder gewoben aus dem blauen Licht des Nordens:
Für viele Binnenländler sind die Küsten der Ost- oder Nordsee Sehnsuchtsorte; 2020 coronabedingt wohl um so mehr. Kein Ersatz, aber vielleicht der Soundtrack dieser Sehnsucht könnte diese CD sein.

Es ist nun schon mehr als ein Dutzend Jahre her, dass die Beziehung zwischen dem Otto Groote Ensemble und der Insel Spiekeroog begann. 2006 führte das Folktrio – Otto Groote (Gesang und Gitarre), Matthias Malcher (Gitarre und Chorgesang) und Ralf Strotmann (Bass und Chorgesang) – mit ihrer Debüt-CD „In‘t blaue Lücht van d‘ Nörden“ auf zahlreichen Konzerten in der ostfriesischen Region und den angrenzenden Niederlanden und so auch auf das schöne, grüne Eiland im Wattenmeer vor Neuharlingersiel. Ein Ort, der wie gemalt zu sein scheint für ihre Lieder des Nordens, die damals noch ausschließlich in der plattdeutschen Muttersprache geschrieben und gesungen wurden.
Auf ihrem nunmehr vierten Album haben die drei Nordlichter um Otto Groote, dem Songwriter aus Ostfriesland und Mitorganisator des Folkfestival zwischen den Jahren im Gulfhof Ihnen in Engerhafe, auch Songs in hochdeutscher Sprache aufgenommen. Schon länger geplant, konnten im Herbst 2019 in einem vom hervorragenden Tonmeister Rolf Schreuder aus Groningen, mit dem das Ensemble bereits in zahlreichen Konzerten und Radiosendungen zusammengearbeitet hatte, provisorisch eingerichteten Studio im Lesepavillon in den Dünen von Spiekeroog 15 Lieder live eingespielt werden.

1. Noordlandwind
2. Ik stah van Feern
3. Es regnet
4. Stein aus Gold
5. Dangast
6. Anna Lovinda
7. Vogelfeer
8. Sie sieht mich
9. Ich wünsch mir Du wärst hier
10. Harry
11. Min Jehann
12. De wille Gosen komen
13. Anna
14. Iesmeerwellen
15. Dat du min Leevsten büst

www.otto-groote.net

 

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Juli
SCHÜLLER

Danke. Schade.
(dermenschistgut Musik)

Gemaltes und Gezeichnetes in 18 Liedern von Ralph Schüller mit Band.
Sorgfältig unmodern, halbstark romantisch, mittelmäßig gewalttätig und immer sanft und sanft und sanft. 95 neue Minuten knüpfen freundlich, nachdenklich, humorvoll und autobiografisch an das letzte Album „Sterne hoch“ an. Ein Grund zur Freude. 18 Gründe in Text und Musik.
„Danke. Schade.“ – das siebente Schüller-Album.

18 Lieder auf 2 CDs
SCHÜLLER – „Danke. Schade.“
Das neue Doppel-Album 2020

www.ralph-schueller.de

 

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Juni 2020
SARAH LESCH
DER EINSAMKEIT ZUM TROTZE
(Räuberleiter)

Klare Botschaften und bildreiche Poesie
Erst im letzten Jahr veröffentlichte Sarah Lesch ihre Cover-EP »Den Einsamen zum Troste«, auf der sie sich den Songs einiger Vorbilder widmete. 2020 beweist die in Leipzig lebende Liedermacherin aber wieder einmal ihr Songwriting-Talent: »Der Einsamkeit zum Trotze« heißt ihr neues, viertes Album.
»Die Geschichte der Einsamkeit in eigenen, fordernden, deutlichen Worten«, so beschreibt Sarah selbst die Platte. Dass sich klare Botschaften und bildreiche Poesie dabei nicht ausschließen, zeigt sie bereits im Titeltrack »Der Einsamkeit zum Trotze«.
Insgesamt warten zwölf neue Songs auf der Platte. Die Produktion übernahm wie bei der EP ihr langjährigen musikalischer Partner Robert Amarell, der für die Albumsessions eine komplett neue Band zusammenstellte.
Gemeinsam haben sie eine Platte aufgenommen, die mit spannenden Geschichten, aufmerksamen Beobachtungen, Humor und Scharfsinn begeistert, die die Einsamkeit in all ihren verschiedenen Facetten entlarvt und erfolgreich gegen sie ansingt: »Der Einsamkeit zum Trotze«.
(Quelle: jpc)

www.sarahlesch.de

 

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Mai 2020
KARO NERO
SCHWERTER AUS PAPIER
(Motor Entertainment)

 

Das ist kein Jubiläum, das ist ein stark verspätetes Debüt.
25 Jahre ist es her, dass sie das letzte Mal gemeinsam auf einer Bühne standen. Da waren sie gerade keine Schüler mehr. Sie standen am Anfang ihrer Karriere und träumten davon, ihre Lieder auf den großen Bühnen zu spielen und eigene Alben zu veröffentlichen.
Dann aber hatte das Leben andere Pläne. Es war nicht die beste Zeit für starken Pop/Rock aus dem Osten Deutschlands. Sie wurden “vernünftig”, gründeten Familien, einer zog nach Berlin und mit deutschen Musikgrößen durch die Lande. Sie studierten Musik, spielten in Coverbands oder arbeiteten in normalen Büro-Jobs. Es gab auch einen Streit – natürlich ging es dabei um die Liebe – und so folgten über zwei Jahrzehnte Funkstille.
Jeder ging seiner Wege – auch musikalisch ganz verschiedene: beim deutschen Reggae-Star Gentleman, den Leipziger Local Heroes der Maria König Kapelle und Jam Royal, dem musikalischen Kollektiv rund um den Leipziger Chansonnier Ralph Schüller bis zu ABBA today, Ella Endlich, u.v.m.
Vieles veränderte sich – aber eines blieb: die Musik. Wie ein roter Faden zog sie sich durch die Leben der vier von KARO NERO und ließ sie einfach nicht los. Und da waren ja immer noch diese Lieder, die gespielt und gehört werden wollten.
Und eben diese Musik war es auch, die 25 Jahre später die Wege der vier wieder vereinte. Mit alten Freunden ist es so: man muss sich nicht ständig sehen aber wenn man sich wieder einmal trifft ist es sofort wieder so wie es früher war. So auch hier. Ein zufälliges Treffen bei einem Konzertbesuch reichte aus, um das alte Feuer neu zu entfachen. Es war genug Zeit vergangen, genug Gras gewachsen.
Also machte man sich daran mit erheblicher Verspätung doch noch den gemeinsamen alten Traum zu verwirklichen. Es heißt doch: Wer nur genug an sich glaubt, dem kann es auch gelingen. Besser spät als nie. Nun erscheint am 1. Mai 2020 also tatsächlich ihr stark verspätetes Debüt-Album “Schwerter aus Papier” und enthält neben ganz neuen Songs auch einige der längst vergessenen Stücke von damals – natürlich auf den neuesten Stand gebracht.
Sänger, Gitarrist und Songwriter Gunter Schwarz wuchs – wie alle Musiker von KARO NERO – in der Vorwendezeit in Leipzig auf, lernte die ersten Akkorde am Klavier von seinem Vater und brachte sich später Gitarre und weitere Instrumente autodidaktisch bei. Seine ersten Lieder schrieb er im Alter von 16 Jahren. Jetzt – mit Mitte Vierzig – steht er mitten im Leben und hat viel zu erzählen: von Euphorie und Enttäuschungen, von Freundschaft, vom Glück und natürlich auch von der Liebe. Mal bittersüß melancholisch, mal voller Leichtigkeit und Optimismus – immer poetisch und mit viel Gefühl.
So handelt der Titelsong “Schwerter aus Papier” vom Verlust durch den frühen Tod seines Vaters. Der Opener “Wege nach Rom” ermuntert dazu, das unerreichbar scheinende dennoch zu versuchen – ganz so wie KARO NERO nun an ihrem verspäteten Durchbruch arbeiten.
Musikalisch haben die vier irgendwo zwischen Indie-Pop, Folk, Blues und Singer/Songwriter ihren ganz eigenen Stil gefunden. Neben den elektrischen und akustischen Gitarren von Schwarz spielen dabei das versierte Spiel von Peter Hirsch (Keyboards) und die Arrangements von Christian Schierwagen (Bass) eine wichtige Rolle. Die Rhythmen von Jürgen Kober (Drums) sind voller überraschender Ideen und Akzente.
Die Musik von KARO NERO zielt auf Bauch und Beine, die deutschsprachigen Texte eher auf den Kopf. Oft treffen sie irgendwo genau dazwischen – nämlich mitten ins Herz. Das Debüt-Album „Schwerter aus Papier“ erscheint heute bei Motor Entertainment, dem Label von Element of Crime, Selig, Westernhagen, PeterLicht und weiteren bekannten deutschen Künstlern.

www.karo-nero.de

 

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April 2020
POLIS
Weltklang
(Progressive Promotion Records)

Polis ist eine Rockband aus dem sächsischen Plauen, mit starker Affinität zum Sound der Siebziger und zum instrumentalen Größenwahn. Spielen irgendwo zwischen Pink Floyd und Selig, psychodelische Rockmusik, ein fettes Progressive, Neo-Kraut- und Seventies-Rockbrett mit großer Geste, meditative Jams und dabei durchaus romantisch liedhaft. Sechs Jahre nach dem letzten Polis-Album kommt nun der langerwartete Nachfolger WELTKLANG. Aufgenommen im eigens gebauten Tonstudio des selben Namens, gemischt und gemastert in den englischen Real World Studios, bekannt als das kreative Zuhause Peter Gabriels. Riff-Bombast und Klang-Pathos mit spiritueller und romantischer Note, Polis-typisch auf analogen Klassikern instrumentiert wie Hammond B3, alten Verstärkern und Synthesizern. Ein saustarkes Album und feinste Spielmannskunst in 432 Hz!

www.polis.de

 

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März 2020
MAURENBRECHER
INNERES AUSLAND
(Reptiphon / broken silence)

Weltbeobachter Manfred Maurenbrecher veröffentlicht am 13. März mit „Inneres Ausland“ erstmals ein Album mit Chor. Ein Vorhaben, dass der Berliner Liedermacher schon seit längerer Zeit im Kopf gehabt hatte, und das dem bekannten Sound, der zuletzt drei Mal in Folge mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik gewürdigt wurde, eine überraschende Nuance gibt. Maurenbrecher zeigt sich kurz vor seinem 70. Geburtstag weiterhin neugierig und offen für Neues auf seiner Reise in undiplomatisches Gebiet.

»In einem Chor finden die unterschiedlichsten Leute zusammen. Es gibt viel zu beobachten«, erzählt Manfred Maurenbrecher über seine Ur-Faszination für Chöre, die ihn wohl auch veranlasste mit zwölf Jahren im Kirchenchor mitzumachen. Bekannt geworden ist der Berliner Liedermacher jedenfalls auch wegen seiner Beobachtungsgabe, die er nicht nur in der benachbarten Lindenkirche, sondern auch auf Reisen schulte. So wird in einem der neuen Lieder auf einer Fähre nach Thassos ganz elementar die Frage nach dem »Wo willst Du hin?« gestellt. Doch Maurenbrecher denkt die Welt nicht vom Ende her, sondern bewahrt sich seine Neugier selbst bei der musikalischen Umsetzung: »Ich hatte kaum etwas für einen Chor geschrieben, sondern habe in den neuen Liedern einfach Raum dafür gelassen.« Er vertraute ganz auf Réka, ihren Jazzchor jazzomat und seinen langjährigen Produzenten Andreas Albrecht. Réka war es übrigens, die mit ihrem Backgroundgesang die Choridee befeuert hatte, als sie 2015 erstmals auf dem Album Rotes Tuch ihre Farbtupfer auf das Maurenbrecher´sche Klanggemälde gebracht hatte.

Ein weiterer Aspekt, der Maurenbrecher am Singen im Chor gefällt, ist das Zusammenkommen zu einer Art sozialer Feierstunde, in der man sich friedlich mit Musik beschäftigt. Musik transzendiere etwa in einem Requiem von Brahms oder einem Arrangement von Hanns Eisler zu etwas wie aus einer anderen Welt. Ein Ideal, das der Weltbeobachter gekonnt der Realität auszusetzen weiß, die sich auf die Suche nach einem neuen Heimatbegriff begibt, süchtig nach Verschwörungstheorien greift oder sich mal wieder Angst vorm bösen Wolf machen lässt. Realität ist aber auch die Liebe, die Melancholie oder der Ulk, dem Maurenbrecher genauso Platz schafft.

Eine Stimme, die leider bereits ihre letzte Reise angetreten hat, ist der aus Gera stammende Texter Andreas Hähle, der im letzten Frühjahr mit Anfang 50 an Krebs starb und den Maurenbrecher als einen der besten Texter seiner Generation bezeichnet. Mit seinen Worten zum Lied „Aufstehen“ kann er hier noch einmal ein lebensfrohes Signal in die Welt schicken. Eigentlich sollte das Lied Teil eines gemeinsamen Programms werden, doch die sich anbahnende Krankheit verhinderte Konkretes: Aufsteh´n, zuseh´n, wo wir bleiben, wohin wir treiben. Wir sind Menschen, dafür gilt es zu streiten, es wird Zeit! Ganz passend zu diesem Album.

www.maurenbrecher.com

 

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Februar 2020
STELLMÄCKE & TROTZBAND
Hinterm Mond

Von „Hinterm Mond“ da kommt er her und bringt Lieder, Nachrichten und Geschichten aus dem erdnahen Orbit mit: aktuell, zeitlos, witzig und melancholisch zugleich. Stellmäcke ist vieles: Musiker, Kabarettist, Schauspieler und Poet. Seine Lieder sind phantasievolles Ohrenkino mit pointiertem Witz und erstaunlichen Ideen. Mit berührender Stimme, absurden Geschichten und Wortspielereien besingt er aus immer wieder überraschender Perspektive den Zustand der Welt. Seine Musik ist inspiriert von Chanson, Folk und Rock. Als erster deutscher Musiker hat er zwei Lieder der legendären französischen Band Bratsch umgedichtet und umgedeutet. Seine eigene Band setzt sich zusammen aus hervorragenden Instrumentalisten, die seine Musik und seine Texte gefühlvoll oder mit Nachdruck in ausgewogenen Arrangements zum Klingen bringen.

Neue CD „Hinterm Mond“ bei MDR Kultur:
Der Musikredakteur Jan Kubon wird am Freitag, den 6. März, um 22:30 Uhr in seiner Sendung „Kabarett und Chansons“ die neue Stellmäcke-CD „Hinterm Mond“ vorstellen.

www.stellmaecke.de

 

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Januar 2020
JOHANNES KIRCHBERG
TESTSIEGER

(dermenschistgut Musik / Indigo)

 

Das neue Album von Johannes Kirchberg hat alles, was ein Album namens Testsieger braucht: eingängige Testsiegersiegermelodien, hymnische Refrains, opulente Arrangements, große Sprachbilder und eine gehörige Portion Wortwitz.
Kirchberg hat sich in die Hände des Produzenten und Komponisten Wolf Kerschek begeben. Er, der für Größen wie Helene Fischer, Annett Louisan und Roger Cicero arrangiert und gearbeitet hat, fand so viel Gefallen an den neuen Songs, dass er sofort zugesagt hat, mit Kirchberg am neuen Album zu feilen. Und so wurde aus dem Klavierkabarett, das Kirchberg eigentlich solo performt, ein Werk mit ganz großem Besteck. Chöre veredeln die Texte, Bläserarrangements geben den Groove und ein Streichorchester sorgt für ein bisschen amerikanisches Kino. Dazu eine Band mit Schlagzeug, Bass und Gitarre. Es gibt Balkanbeat und Pop, Chanson und Rock.

TESTSIEGER ist das 11. Album von Johannes Kirchberg. Neben literarischen Programmen und Musikkabarett sang der Wahl-Hamburger bereits eine Hommage an Wolfgang Borchert und Johannes R. Becher. Tests haben ergeben: Das neue Album mit dem pragmatischen Titel zeigt den besten Kirchberg, den es je gab.
Kirchberg wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für Songpoeten, dem Chansonpreis Troubadour und dem Fränkischen Kabarettpreis. Die CD „Einmal frei. Und einmal glücklich sein.“ erhielt den Preis der Schallplattenkritik. (Quelle: Starkult PROMOTION)
www.johannes-kirchberg.de

 

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Dezember 2019
montalbâne Ensemble
DE MONASTERIO

Gregorianische Gesänge des Spätmittelalters
aus dem Kloster St. Claren zu Weißenfels
(TALANTON records)

Die Weißenfels-CD – seit fünfhundert Jahren sind diese Werke nicht erklungen!

Im April 2014 stellten der Bürgerverein Kloster St. Claren, der Schloss Goseck e.V., Stadtarchivarin Silke Künzel und das montalbâne Ensemble erstmals das wertvolle Weißenfelser Pergament mit Notenfragmenten der Öffentlichkeit vor. Dessen umfassende und wieder singbare Rekonstruktion ist nun auf CD erschienen und am 1. Advent im Kloster St. Claren in Weißenfels veröffentlicht worden – nach der zufälligen, aber nicht nur dadurch spektakulären Entdeckung fünf Jahre später das Ende einer spannenden Reise.

Passions-Repertoire, das sehr wahrscheinlich direkt aus dem ehemaligen Weißenfelser Kloster St. Claren stammt, aber 500 Jahre lang verschollen war, da es Mitte des 16. Jahrhunderts als Bucheinband endete – zumindest vorerst, denn 2011 wurde es zufällig bei der seinerzeit bevorstehenden Restaurierung dieses (aus dem Bestand des Weißenfelser Stadt-Archives stammenden) Buches, das u.a. das Testament der letzten Äbtissin Margarete von Watzdorff des ab 1540 evangelischen Frauenstifts enthält, wiederentdeckt.

Die Rekonstruktionen, die nun auf dieser einstündigen CD zu hören sind, erarbeitete die Ensembleleiterin, Musikerin, Festivaldirektorin und Musikwissenschaftlerin Susanne Ansorg. Damit sind diese Gesänge nun ein wieder hörbares Zeugnis des musikalischen Alltags eines mitteldeutschen Klosters am Vorabend der Reformation.
Das montalbâne Ensemble hat die beiden Passions-Offizien und Ausschnitte aus einer „Missa de Passione Domini“ im Oktober 2019 in der Schlosskirche zu Goseck, der ehemaligen Benediktiner-Abtei zwischen Naumburg und Weißenfels, aufgenommen. Ein Repertoire, das in dieser Form bislang auf keiner Platteneinspielung zu finden ist!

Spezialisiert auf mittelalterliche Musik, erforscht das Ensemble montalbâne seit über zwanzig Jahren abendländische Musiktraditionen und kombiniert diese mit traditionellen europäischen Gesangsstilen. Ihr Ziel ist es, mittelalterliche Musik in einem möglichst authentischen Klangbild wiederzugeben. Das Ensemble um Susanne Ansorg, Sebastian Pank und Robert Weinkauf besteht in wechselnder Besetzung aus renommierten Musikern aus Mitteldeutschland, definiert sich als aktives Musiker-Netzwerk und ist seit 2013 in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Welterbe an Saale und Unstrut e.V.“ offizieller musikalischer Botschafter des UNESCO-Welterbe-Antrags „Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut“. Das vom Ensemble initiierte Festival „montalbâne“ auf Schloss Neuenburg und der romanischen Marienkirche von Freyburg/Unstrut zählt europaweit zu den innovativsten Festivals für mittelalterliche Musik. Im Jahr 2015 wurde das Ensemble für seine Leistungen mit dem „Romanikpreis 2014 in Gold“ ausgezeichnet.
www.montalbane.de

 

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September 2019
wettermann
Wunderbare Tage
(transport music)

Axel Rapps Bekanntheitsgrad in der Leipziger Musikszene sollte kaum zu toppen sein, stand der gelernte Koch doch bereits ab den 90ern bei den Bands The Cooks, Pater Ralph und Einzelkind am Frontmikro.
Mit „Wunderbare Tage“ erscheint in dieser Woche das zweite Album seines aktuellen Projektes Wettermann. Spielte er die 11 CD-Titel noch mit Franz Schwarznau (Bass, E-Gitarren u.a.), Andreas Schwaiger (Schlagzeug, Percussion) und Studio-Gast Christoph Schenker (Cello) ein, ist er jetzt mit neuer vierköpfiger Crew auf Akustiktour unterwegs. Auf der Brücke aber steht Käptn Rapp mit neuen Songs und seiner unverwechselbaren Vortragsweise. „Wir haben die neuen Stücke noch mehr auf das Wesentliche reduziert, auf die puren Songs“. Die Mischung aus Folk, Pop-Rock und Chanson klingt entspannt, lässt Platz für Rapps Lyrik. Gut so, denn die hat es in sich. Der Poet (veröffentlicht auch Texte in verschiedenen Büchern) schaut auf´s Detail, formuliert präzise, singt Wundervolles wie: „Der Regen kam am Abend zärtlich wie ein Pianist und spielte auf uns eine schöne Schauersinfonie“.
https://www.facebook.com/Wettermann

 

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Dezember 2018
BOBO + HERZFELD
BLICK IN DEN STROM
(Traumton)

Für ihr Debüt „Lieder von Liebe und Tod“ bekamen Bobo & Herzfeld 2008 den Weltmusikpreis RUTH. Mit dem Nachfolger „Liederseelen“ (2013) wandelten die beiden weiter auf den Pfaden deutscher Dichtung. Waren es zuvor vor allem Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschrieben sie sich nun dem Geist der Romantik. „Blick in den Strom“ führt diesen Weg fort und präsentiert vertonte Gedichte der deutschen Romantik und Klassik von Joseph von Eichendorff, Nikolaus Lenau, Rainer Maria Rilke und Goethe. Zu den vom Film- und Theaterkomponisten Sebastian Herzfeld geschriebenen und arrangierten Stücken singt Bobo in unvergleichlicher Weise. Die beiden Musiker, die schon in Studententagen in einer Jazzband spielten, aber erst später wieder zusammenfanden, schlagen mit diesem Projekt eine Brücke zu ihren Wurzeln. Während Herzfeld mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Bass, Harmonium und diversen Schlaginstrumenten magische Soundtracks aus psychedelisch anmutenden Klangwelten und kraftvoll-rhythmischen Passagen orchestriert, lässt Bobo ihre Stimme mit der ihr eigenen Klarheit und Leichtigkeit schweben. So werden die poetische Kraft und zeitlose Magie zwischenmenschlicher Emotionen, die diesen Versen innewohnen, in neuen Dimensionen fühlbar.
www.liederseelen.de
Bobo&Herzfeld feat. Zabélov

 

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November 2018
KARL NEUKAUF
HINTER GERANIEN UND GARDINEN
(Timezone)

Wer seine Stimme einmal hört, vergisst sie nicht mehr: warm und rau, politisch und lakonisch. Karl Neukauf ist Liederschreiber aus Berlin, einer, der in den Kellerkneipen, von denen er singt, noch selbst getrunken hat. »Hinter Geranien und Gardinen« heißt die vierte Platte des 1982 in Kassel geborenen Multiinstrumentalisten; ein Album voll schräger und rührender Geschichten, eingesammelt in den langen Nächten der Hauptstadt und in der Peripherie der Republik. Es erzählt vom Lieben und Vermissen, vom Aufbrechen und Nachhausekommen, von alten Freunden und alten Damen, von Typen, die am Tresen hängen, irgendwo zwischen Bottrop und Hoyerswerda, zwischen Hamburg und Idar-Oberstein.
»Hinter Geranien und Gardinen« ist eine Reise durch Deutschland im Jahr 2018, aufgenommen in Berlin und Polen, in Ostdeutschland und dem Ruhrgebiet.

Karl Neukaufs Stimme geht ins Ohr, und fast alles, was man auf der Platte hört, spielt er selbst: Bass und E-Gitarre, Flügel und Hammondorgel, Fender Rhodes, Harmonium und Mellotron, sogar eine Shenai ist dabei, eine indische Oboe. Und immer wenn man glaubt, es könnte ein bisschen zu gemütlich, ein bisschen zu chansonhaft werden, stockt er das Instrumentarium auf, spielt auf Glasflaschen, Grillrost und Blecheimern – und schleudert einem Zeilen entgegen, die sich so anhören: Do it yourself und bau dir ´nen Sarg. Mal ihn an, leg was rein, das man später vielleicht noch gebrauchen kann.

Karl Neukauf kommt aus Berlin. Nicht aus dem Berlin der Hipster und Veganer, sondern aus dem Berlin der Raucher und Poeten. Er macht Musik für Erwachsene. Musik, die nicht nach Milchschaum, sondern nach schwarzem Kaffee schmeckt.
www.karlneukauf.de

 

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Oktober 2018
ALEXANDER SCHEER UND BAND
DIE MUSIK ZUM FILM GUNDERMANN
(BUSCHFUNK)

Alexander Scheer singt Gundermann
GUNDERMANN – Die Musik zum Film
„Den Typen spiele ich Dir mit allem was ich habe.“ (Alexander Scheer)
Gerhard Gundermann. Ein Baggerfahrer aus der Lausitzer Tagebaulandschaft, der Lieder schrieb. Diese führten ihn durchs Land, durch Ost und West, an ganz unterschiedliche Orte: Studentenklub, Tagebau, große Säle, kleine Säle, bis hin ins Vorprogramm der Deutschland-Tourneen von Joan Baez und Bob Dylan 1994 – und von dort immer wieder zurück in die Kapsel eines Großraumbaggers, zumeist als Zweischicht-Unternehmung.
Gundermann Songs erzählen Geschichten vom flachen Land, den Badlands. Sie sind auf ihre Art Ohrwürmer, die man nicht aus dem Kopf bekommt und die dennoch auch in den Bauch gehen.
Fünfzehn Lieder von Gerhard Gundermann hat Alexander Scheer (Schauspieler des Jahres 2009, ein Star der Berliner Volksbühne und in Filmen wie „Sonnenallee“, „Carlos – Der Schakal“ oder „Gladbeck“) für den neuen Kinofilm „GUNDERMANN“ von Andreas Dresen komplett neu eingesungen. Unterstützt, inspiriert und getragen wird er dabei von einer Band, die lange Jahre unter anderem mit Gisbert zu Knyphausen auf Konzertbühnen und in Studios stand.
Scheer, selbst umtriebiger Sänger und Musiker in diversen Bands, saugt sich tief in den Kosmos und die Songs von Gerhard Gundermann ein. Er lotet sie aus und entfaltet eine fast magische Intensität „mit allem, was er hat“: erzählerisch, aufwühlend und zärtlich, kraftvoll, strahlend und verletzlich: Diese Musik zum Film ist auf universelle Art und Weise singulär.
Sie greift behutsam Gundermanns poetische Kraft, den Geist und die Haltung auf, folgt und moduliert deren Kern und findet dafür klare, durchsichtige Arrangements und Sound: Von Folkrock bis Indie, von Singer/Songwriter bis zum Lied in den besten Traditionslinien. Das Ergebnis ist nicht nur herzzerreißend wie herzerwärmend, aber auch das.
01 Ich mache meinen Frieden
02 Lancelots Zwischenbilanz I
03 Gras
04 Vater
05 Soll sein
06 Brigitta
07 Brunhilde
08 Linda
09 Weisstunoch
10 Hier bin ich geboren
11 Trauriges Lied vom sonst immer lachenden Flugzeug
12 Und musst du weinen
13 Keine Zeit mehr
14 Männer und Frauen
15 Hochzeitslied
konsum.buschfunk.com

 

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September 2018
tempi passati
teuflischer plan
(dermenschistgut Musik)

Lieder zum Wahnsinn der Gegenwart: Tempi Passatis “Teuflischer Plan”
“Die Welt steht Kopf. Und wir schauen Fernsehen.” Songwriter Raik Hessel bringt den Wahnsinn der Gegenwart mal wieder auf den Punkt – oder besser gesagt: auf Platte. Mit “Teuflischer Plan” legen Tempi Passati ihr mittlerweile viertes Album vor. Es ist gleichzeitig ihr Debüt auf dem Hamburger Label dermenschIstgut Musik.
Angesichts dessen, was heutzutage so um uns herum alles passiert oder eben nicht passiert, kann ich nicht einfach nur Liebeslieder schreiben”, sagt Hessel. “Ich denke zudem, Sinn und Form müssen gleichberechtigt sein – die Musik ist für uns genauso wichtig wie die Geschichten, die wir erzählen. Und wenn es nichts zu erzählen gibt, spielen wir eben ein Instrumental.”
Tempi Passatis neues Album zeichnet sich erneut durch einen Sinn für Songs, Spielwitz und genreübergreifende Arrangements aus. Nach dem Motto: Das Leben ist zu kurz, um nur einen Sound zu spielen. “Vielfalt statt Einfalt statt Belanglosigkeit”, heißt es im Stück “Diversität”. In der Tat speisen viele Quellen diesen Strom: ausgefeilter Folk, chansonesker Pop, Dub, Tex Mex, alternative Liedermacherei und klassische Singer/Songwriter-Kunst. Und doch behält der große Fluss stets seinen unverwechselbaren, wiedererkennbaren eigenen Klang.
Inhaltlich sind Tempi Passati so etwas wie der Gegenentwurf zum aktuellen “Menschen, Leben, Tanzen, Welt”-Deutschpop. Die Band hat etwas zu sagen, in eigener Sprache. Texte zwischen Euphorie und Resignation über die großen und kleinen Dinge des deutschen Alltags. Stücke wie “Glück allein macht auch nicht glücklich” und “Bleiben oder gehen” sind treffsichere Beobachtungen dessen, was man gemeinhin das Allgemeine im Besonderen nennt. Hessel singt von den Höhen und Tiefen des bürgerlichen Alltags, großen Träumen, kurzsichtiger Gier und krasser Ungerechtigkeit, ohne plakativ zu werden. Das ist zum Weinen schön und zum Lachen grotesk.
“Teuflischer Plan besticht einmal mehr durch unaufdringliche und melodische Lieder in teilweise mediterranen Arrangements”, meint Tobias Künzel (Die Prinzen). “Sowohl Sound als auch Songs bewegen sich weit ab vom Mainstream, was viele Menschen sehr erfreuen wird. Die Texte sind Alltagsgeschichten aus Sicht des Protagonisten, in denen sich ebenso viele Hörer seiner, unseren Generation wiederfinden können. Alles in allem ist Teuflischer Plan ein Leuchtturm auf der Liedermacher-Insel.”
Nicht ohne Grund wurde das Vorgängeralbum für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Das Musikmagazin “Schall” schrieb: “Das Faszinierende ist, dass diese schonungslosen Selbsbefragungen entwaffnend ehrlich und herrlich unaufgeregt dargebracht werden. Keine Spur von Larmoyanz, tragischer Pose oder weinerlichem Weltschmerz. Gelungene Momentaufnahmen aus dem bürgerlichen Heldenleben”. Das “Deutschlandradio Kultur” fand die Songs “echt beeindruckend”. Die “Freie Presse” hörte eine “Musik, die man überall versteht”. Und die “Leipziger Volkszeitung” meinte, “die Zeit beim Hören vergeht zu schnell”. Gleiches dürfte für die neue Platte gelten. Neben ihrem Händchen für deutsche Liedtexte und globale Grooves sind Tempi Passati aber vor allem eins: eine Live-Band. Und die erlebt man am besten im Konzert.
Tempi Passati sind:
Raik Hessel (Gesang, Gitarren),
Peter Krutsch (Drums, Percussion),
André Heyer (Bass),
Johannes Uhlmann (Akkordeon, Synthesizer, Mandoline)
www.tempi-passati.com

 

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Juli 2018
SEBASTIAN KRÄMER
25 Lieder aus 25 Jahren
(Reptiphon)

Aus den Tiefen der Biographie
Endlich mal wieder ein Doppelalbum, in dem drinsteckt was draufsteht. Der Berliner Chansonnier Sebastian Krämer präsentiert „25 Lieder aus 25 Jahren“. Einige Aufnahmen wurden bisher noch nicht auf Tonträger veröffentlicht, einige extra für das Jubiläum neu angefertigt, Und ja – „Deutschlehrer“ ist auch drauf.
Wie Tom Sawyer quicklebendig der eigenen Beerdigung beizuwohnen: solches bleibt den meisten versagt. Bühnenkünstler erfüllen sich diesen schaurigen Traum, indem sie pünktlich zum Burn out mit einem Best of-Programm auf ihr Wirken zurückblicken. Aus den Tiefen der Biographie werden relative Erfolge zusammengeklaubt. Ein wenig, aber auch nicht allzu viel anders verhält es sich mit Sebastian Krämer, der bisher wirklich nicht mehr aus seinem Leben gemacht hat, als Lieder zu schreiben und zu singen … Es lässt sich ja nicht bestreiten, dass er seit nunmehr mindestens 25 Jahren (eine grobe Schätzung) auf der Bühne steht. Und bevor ihm schon wieder etwas neues einfällt, was das Ausmaß des bisher angewachsenen Werkes ins endgültig Unüberschaubare treibt, ergreift er die Gelegenheit, die Magie dieser halbrunden Zahl werbetechnisch auszuschlachten und einfach irgendwelche 25 Lieder aus irgendwelchen 25 Jahren seines Schaffens zu einem Doppelalbum zusammenzustellen.
Gleich zum Auftakt von CD I kommt die Compilation mit lauter neuen Versionen daher: man staune bei „Wovon träumst du“ über ein Long-distance-Crescendo, wie es seit Ravels Bolero nicht mehr zu erleben war und welchen Schmelz die Kollegen von Maybebop einer wortreichen Erklärung einzuhauchen vermögen, die selbstredend „kein Liebeslied“ ist. Natürlich durften besonders opulente Tracks früherer Platten etwa vom „Ding, das die Treppe runtergehen kann“ oder dem „Goldmedaillenreggae“ ebenso wenig fehlen wie ein kurzes Stelldichein von Marco Tschirpke, wenn er zu „Standby“ in die Tasten greift und seine samtenen Backing Vocals hinzutupft.
Freunde der Live-Performance werden an CD II ihre Freude haben, die goldene Momente zum Beispiel aus dem Neuköllner Heimathafen, dem Dresdner Theaterkahn und dem Düsseldorfer Kom(m)ödchen versammelt, wo, wie man es eben von Krämer gewohnt ist, mal Karsten Zimmermann am Horn hinzutritt, mal Felix Krämer oder Gregor Nowak am Cello, oft genug aber auch nur der Chansonnier selbst zu hören ist: „wie die Stones, nur mit Musik“ und – frei nach Lee Marvin – „geboren unter einem sich wundernden Stern“ …
Als Gastmusiker durfte Krämer die Acapellaband Maybebop begrüßen, Tanja-Maria Hirschmüller, Karsten Zimmermann, Wanja Hasselmann u.v.a.
Sebastian Krämer wurde 1975 in Ostwestfalen geboren, wo er bereits als Schüler seine Bühnenkarriere startete. Heute lebt der Chansonnier in Berlin und ist laut stilbruch, dem Kulturmagazin des RBB Fernsehens, der größte Kleinkünstler Deutschlands. Er gewann in seiner fünfundzwanzigjährigen Karriere nahezu alles was es im deutschsprachigen Raum für einen Chansonnier und Wortkünstler zu holen gibt: u.a. den Deutschen Kleinkunstpreis, den Deutschen Kabarettpreis und die Deutsche Meisterschaft im Poetry Slam. Jüngst folgten der Deutsch-Französische Chansonpreis, sowie der Deutsche Musikautorenpreis der GEMA. Kurt Krömer outete sich als Fan: keiner spickt seine Chansons so mit Morbidität, Charme und vor allem mit hinterfotzigem Humor Güteklasse A. Auch Comedian Oliver Polak konnte seine Sympathie schwer verbergen: Der krasseste lebende Songwriter, den es gibt, und… ein Genie! Na denn… (Quelle: 28IF Musikpromotion)
www.sebastiankraemer.de

 

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Juni 2018
Carlos Mieres
MAUER BLUES

Im Mai begleiteten Gitarrist CARLOS MIERES aus Uruguay und der tschechische Saxophonist Joe Kučera im Duo den Autor Frank Wallenta bei dessen zweiwöchigen „Landschaften“-Lesetour kongenial. Jetzt liefert der seit 30 Jahren in Berlin lebende facettenreiche Latinojazz-Gitarrist mit seiner ersten eigenen CD-Produktion auch den Soundtrack zu dieser zurückliegenden Tournee nach.
Auf MAUER BLUES haben mit Joe Kucera und dem brasilianischen Perkussionisten Armando Chuh zwei langjährige Musikerkollegen die zehn Mieres-Kompositionen bei Georg Kempa im Berliner studio116 eingespielt.
Juan Carlos Mieres wurde 1953 in Montevideo geboren. Schon im fünften Lebensjahr begann er zu musizieren. Politisch engagiert gegen die Militärdiktatur musste er als junger Mann sein Heimatland verlassen. Über Argentinien kam der Gitarrist nach Europa, später nach Deutschland. In der eingemauerten politischen Inselstadt West-Berlin trafen sich Musiker vieler Nationalitäten aus Nord-, Mittel- und Südamerika und Osteuropa. So entstand eine große Gemeinschaft von Musikern, die die lebendige Livemusikszene ab Ende der 60er über 20 Jahre prägten. Die Mauer wurde Grenze und Sehnsucht zugleich. Ihr Leben war ein Blues mit Improvisation, Freude und Traurigkeit, Höhen und Tiefen und unterschiedlichen Erfahrungen vor und hinter der Mauer zugleich. Dieses Lebensgefühl und sein Zorn auf Mauern in aller Welt und in den Köpfen inspirierten den bald 65-jährigen Vollblutmusiker zur nun entstandenen CD MAUER BLUES.

01 Viola Rosa
02 Mauer Blues
03 Garopaba
04 Roger Dodger
05 O´ Homem Do Chapéu
06 Aquella Llama
07 Mi Regreso
08 Entre Suspiros
09 Inspiración
10 Vecína Amazonas

www.carlosmieres.de

 

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Mai 2018
HISZTORY
HARLEKIN 2069
(TAPFER BLEIBEN!)

„David Meißner alias Hisztory liegt für die einen mit seinen Liedern irgendwo zwischen Wader und Waits. Mich erinnert er vor allem an Gerhard Gundermann. Er singt von ›Regen, Sonne, Mond und Drachen‹, aber auch vom ›Ende vorm Anfang‹.“ (Hans Reul / BRF1 Radio)
Für uns ist Hisztory der wahre Geschichtenerzähler unter den Liedermachern, der mit seinem „Storytellin´ Countryfolk“ sozialkritisch immer wieder „Öl ins Feuer“ gießt, dass man hinhören muss. Und so gibt der Straßenmusiker, Vegan-Koch, Weihnachtsbaum-Verkäufer, Familienvater und anarchistische Vagabund nach „The Devils of Mine“, „Nobodys Schnapsblume“ und „Der kleinen Leute Lied.“ auch auf seinem vierten bei Tonfall e.V. im Erzgebirge produzierten Album HARLEKIN 2069 jenen eine Stimme, die sonst kaum eine Bühne für ihren Blick vom vermeintlichen Rand der Gesellschaft aus bekommen. Dabei bleibt sich der ehrlich-eindringliche Sänger auch musikalisch – mit einer spürbar ausgelassenen Freude an instrumentalen Mitstreitern – treu.

01 INTRO – In the Bogside (Derry 1972)
02 Das Ende vorm Anfang
03 Von Regen, Sonne, Mond und Drachen
04 Der Catcher
05 Öl ins Feuer
06 Replay (Dirk, Babs, Böhmert, Rob und Icke)
07 Dinner for Two (golden Shot)
08 Das bisschen Zeit
09 Weihnachten im Knast (das Fenster nach draußen)
10 Harlekin 2069
11 So´n müdes Herz
12 Hackenschuss (für´s Julchen)
13 Genossin Ivana (Tell Tamar 2015)
14 Der Abgesang
15 Die Enthauptung (Groszny 1996)
16 OUTRO – Die Beichte

„Harlekin 2069 (Solange)“
Solang ich auch 2069 noch die Komik in´ne Tragik finden werde.
Solang bleib ich der Harlekin, der ich war und der ich bin,
ein Distelstrauch auf längst verbrannter Erde.
www.hisztory.de

 

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April 2018
Tino Standhaft & Band
COVERS
(Standhaft Rocks Musik)

Tracklist:
1. Shadow on the wall / 2. Because the night / 3. Rock & Roll Hoochie Koo / 4. New York Minute / 5. Voodoo Chile / 6. All the Young dudes / 7. Black dog / 8. I can´t make you love me / 9. Sail away / 10. Locomotive breath / 11. While my guitar gently weeps / 12. Shine on you crazy Diamond

… eine Reminiszenz an die Helden der Rockmusik, eine Auswahl von Songs, welche die Zeiten überdauern werden…
Gitarrist und Sänger Tino Standhaft (Jahrgang 62), der seine musikalischen Wurzeln u. a. bei Deep Purple, den Rolling Stones, bei Bob Dylan, Pink Floyd oder Neil Young sieht, ist seit mittlerweile 40 Jahren mit unterschiedlichen Band-Besetzungen und Projekten auf den Bühnen im ganzen Land unterwegs, die er beispielsweise schon mit Rock- und Bluesgrößen wie Chris Farlowe, Roger Chapmann, Paul Millns oder Canned Heat teilte. Die Leipziger Blues-Rock-Ikone begeistert dabei immer wieder mit unverwechselbarer Stimme und genialem Gitarrensound.
www.tinostandhaft.com

Das Konzert zum Album:
Sonnabend | 2. Juni 2018 | 20.00 Uhr
LEIPZIG-Eutritzsch | Parkbühne GeyserHaus
Tino Standhaft & Band – „Covers“

 

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März 2018
STEPHAN KRAWCZYK
WENN DIE WASSER BALKEN HÄTTEN
DIE AUDIOGRAPHIE
(dermenschistgut Musik)

Mit den achtzehn Liedern des Albums „Wenn die Wasser Balken hätten“ legt Stephan Krawczyk 30 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR erstmals eine repräsentative und sehr persönliche Auswahl seines dreieinhalb Jahrzehnte währenden Schaffens vor.
Nach abgeschiedenen Jahren der inneren Heimatsuche, nach zehn Büchern und diversen Preisen ist er wieder da: leiser, weiser, ungeschützter. Seine Lieder und Texte sind nicht mehr Feuerstürme, sondern glühende und berührende Leuchtfeuer. Seine Lieder sind Ausflüge ins Verständnis des Einfachen, führen ins Herz der großen, kleinen Dinge, in die kleinen und großen Dramen der Menschen und der Menschheit. Stephan Krawczyk ist bei sich angekommen. Mit einem Lächeln und voller sprachgewaltiger Essenz.
www.stephan-krawczyk.de
musik.dermenschistgut.de

Das Konzert zum neuen Album:
Sonnabend | 3. März 2018 | 19.00 Uhr
LEIPZIG | Moritzbastei
(Cover/Foto: YORCK MAECKE)

 

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Februar 2018
BASTIAN BANDT
ALLE MONDE
(Raumer Records)

ALLE MONDE ist das fünfte Album des Liedermachers Bastian Bandt, Jahrgang 1978, der (und das ist von Belang) in der Uckermark lebt und schreibt. Denn genau dort entstehen seine bildgewaltigen Texte, die von Fernweh, Heimkommen, Ausbruch und dem sanften, stetigen Widerstand erzählen. Dort kommt er hin, wenn er heimkommt, wenn „Alle Monde“ aus den Bahnen laufen. Aber Heimkommen, das weiß selbstredend auch Bandt, ist auch nur ein Grund zu neuem Aufbruch. Und so ist sein Blick auf die Uckermark alles andere als idyllisch. Abgründe tun sich auf unterm Brandenburger Himmel. Und Bandt findet sie, besingt sie. Sein Leiden an der Welt hält Bastian Bandt in starken Bildern fest. Bestehende Sprachbilder bricht er ironisch und lässt so Neues aufscheinen. Trauriges und Schönes – poetisch, kraftvoll und klar. (Quelle: David Wonschewski / Ein Achtel Lorbeerblatt)
www.bastian-bandt.de

ALLE MONDE ist auch bei der Liederbestenliste „Album des Monats“ Februar und der Titel „Und der Himmel“ als Neueinsteiger auf Platz 3 notiert.
www.liederbestenliste.de

DIE LIEDER-TOUR präsentiert das Leipzig-Konzert
auf der ALLE MONDE TOUR 2018 zum brandneuen Album:
Freitag | 9. März | 21.00 Uhr | Neues Schauspiel Leipzig (KFK)
www.neues-schauspiel-leipzig.de
www.raumer-records.de

 

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Januar 2018
CHRISTINE MARIA REMBECK
DAHINTER DIE STILLE – NEUE LIEDER
(Incipit Novum)

„… Ob auf der Konzertbühne … oder einfach nur alleine zuhause am Flügel: immer wieder eröffnen mir diese Lieder einen Raum, der mich über den schöpferisch-musischen Akt des Singens, Spielens, des Improvisierens und Komponierens in eine tiefe, innere Stille führte. In einen stillen Raum hinter den Dingen, den ich als inneren Frieden, als Stille im Kopf oder auch als zarte und zugleich eindringliche Bewegung der Seele beschreiben würde. …“
Auf dieser bei INCIPIT NOVUM erschienenen CD DAHINTER DIE STILLE interpretiert Christine Maria Rembeck sparsam arrangiert am Flügel neue Lieder, die die vielseitige und gefragte Sängerin für Musik der Renaissance, des Barock und der (Früh-)Klassik im Laufe der letzten Jahre begleitet haben.
In Bayern geboren und aufgewachsen, erhielt Christine Maria Rembeck schon als Kind eine vielseitige Ausbildung in Tanz, Gesang, Klavier und Blockflöte. Sie studierte Musik- und Bewegungserziehung (Rhythmik) an der Musikhochschule in Wien, wo sie sich auch intensiv mit freier Improvisation sowie mit instrumentaler Lied- und Bewegungsbegleitung beschäftigte. Parallel studierte sie Blockflöte und entdeckte dabei ihre Begeisterung für die Musik des Früh- und Hochbarock, die sie schließlich zu einem Gesangstudium mit dem Schwerpunkt 17./18. Jahrhundert an die Musikhochschule Leipzig führte. Es folgten Meisterkurse und weitere Studien in London bei Jessica Cash, in Paris am Conservatoire Supérieur National und in Dresden bei Karin Mitzscherling. Neben ihren Solokonzerten mit eigenen Arrangements und Kompositionen arbeitet die Sängerin und Instrumentalistin mit international renommierten Ensembles zusammen und wirkte bei zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen mit. Schon ihre Solo-CDs „Engelslicht und Dornenschatten“ und „Rosenmond und Lindentraum“ (RAUMKLANG) mit innovativen Volkslied-Interpretationen sorgten in Presse und Rundfunk für Aufmerksamkeit.
www.christine-maria-rembeck.de

 

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Dezember 2017
TIM AHMED

MEIN LEBEN
(Authentic Records)

Er hat es wieder getan. Und das direkt per Doppelschlag! Ließ sich der Singer/Songwriter mit dem dicken ‚Ausnahme‘-Button am Revers nach seinem viel beachteten Debüt sage und schreibe acht Jahre für den Nachfolger Zeit, verging bis zum brandneuen, dritten Longplayer „Mein Leben“ gerade einmal ein Jahr. Denn Tim Ahmed hat wirklich viel zu sagen!
Doch halt. Reitet da etwa einer per Anhalter auf der aktuellen Hype-Welle der deutschsprachigen Musik? Ganz im Gegenteil! Denn anders als die hochgejazzte Bouranioerdingforstergiesingerbendzko-Blase hat Tim aus seinen Emotionen schon Textzeilen gegossen, als die Öffentlichkeit die austauschbaren Knopfaugenprinzen noch überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Das Wichtigste aber: Im Gegensatz zum chartbekannten Formatpop kommen die Lyrics und Songs nicht aus dem Riff- und Textbausteinkasten, sondern daher, wo das Leben pocht. Tim Ahmed lebt und liebt, kämpft bis aufs Blut und nimmt in den Arm, tänzelt fröhlich und schlägt mit der Faust auf den Tisch, gewinnt durch Willen und verliert im Stehen, saugt auf und spuckt aus, lächelt und brodelt, flüstert etwas kluges und schreit dir die Wahrheit ins Gesicht. Wo im zeitgeistigen Hashtaggewitter noch die entferntesten Eigenschaften mit einer Raute bedacht werden, kann man es bei Tim Ahmed so einfach wie treffen halten: #Herzblut. Sagt alles. Wirklich alles. Und mit einer Wucht, die einem die süßlich verklebten Gehörgänge poliert.
Wer Tim Ahmeds Herzblut erleben möchte, bekommt über die aktuellen Auskopplungen „Mein Leben“ (VÖ 06.10.17) und „Authentic“ (VÖ 03.11.17) eine Ahnung davon, wie ernst der Künstler es mit seiner Musik nimmt. „Musik ist Therapie. Lieder können helfen, auch mir selbst“ sagt Tim, dessen familiäre Wurzeln je zur Hälfte in Deutschland und Ägypten liegen. Beide Kulturen und ihr Zusammenklang in seinem Leben sind der Impuls, Herz und Ohren offen zu halten. Das Ergebnis sind 13 außergewöhnliche, soulgetränkte Singer/Songwriterperlen, die Tim Ahmed auf sein neues Album „Mein Leben“ gebannt hat.
Dass Tim Ahmed über eine unvergleichliche Live-Präsenz verfügt und grandiose Musiker im Rücken hat, davon konnte sich eine stetig wachsende Fangemeinde auch auf der eben zu Ende gegangenen Akustiktour mit bewegenden Augenblicken ein ums andere Mal überzeugen. Womit sich auch ein Kreis schließt: #Herzblut halt. Es kann so einfach sein!
www.tim-ahmed.de

 

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Oktober 2017
KARL DIE GROßE
dass ihr Superhelden immer übertreibt
(KICK THE FLAME)

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Nach zwei EPs und unzähligen Konzerten veröffentlicht das Leipziger Sextett Karl die Große sein lang erwartetes Debütalbum. In großer Besetzung mit Schlagzeug, Bass, Keyboards, Gitarren, Posaune und Klarinette entsteht dabei vielschichtiger, deutschsprachiger Pop um die entwaffnenden Lyrics von Sängerin Wencke Wollny.
Die Lieder sind eigen, mit Haltung vorgetragen und dabei federleicht. In Sachen Musikalität und Sound sind die zwölf Songs eine Wohltat. Nicht nur, dass das Sextett aus studierten MusikerInnen besteht, auch die versierten Produzenten Frank Möbus (u.a. Alin Coen) und Zodiaque (u.a. Dota, Max Prosa) tragen ihren Teil dazu bei. Orchestrale Streifzüge, ein schier unglaublicher Farbenreichtum in den Atmosphären, fokussierte Popbeats, die unerwartet komplexen Brechungen in strahlend schönen Arrangements – »dass ihr Superhelden immer übertreibt« ist ein Debüt, das aufhorchen lässt und der Band mit dem merkwürdigen Namen auch über Leipzig hinaus Gehör verschaffen wird.
(Quelle: jpc), LVZ-CD-Rezension
www.karldiegrosse.de

 

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Oktober 2017
MAURENBRECHER
flüchtig
(Reptiphon)

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Neue CD – neues Meisterwerk! Mit »flüchtig« veröffentlicht Manfred Maurenbrecher sein neues Album und nimmt dabei wieder kein Blatt vor den Mund: Mit seiner über dreißigjährigen Karriere, einer beachtlichen Anzahl an Solo-Alben sowie Ehrungen und Auszeichnungen wie Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis und dem Preis Der Deutschen Schallplattenkritik (2005 für »Ende Der Nacht«, 2013 für »No Go«, 2015 für »Rotes Tuch«) gehört Manfred Maurenbrecher zu den renommiertesten Liedermachern des Landes.
Der 1950 in Berlin geborene Sänger, Pianist, Buchautor und Rundfunkmoderator (und obendrein promovierter Philologe) mit der markanten Stimme ist bekannt für seine gesellschaftskritischen, genau beobachtenden und sprachmächtigen Texte, in denen er Sinn und Richtigkeit des Weltgeschehens hinterfragt. Maurenbrecher beschäftigt sich auf seinem aktuellen Album mit dem Thema »Flucht«. Seine Schilderungen reichen dabei noch viel weiter, als nur die große Flüchtlingsbewegung der letzten Jahre zu betrachten: Reisen, ob freiwillig oder erzwungen, aus Not oder Übermut, lebensgefährlich und rettend bildet den Inhalt der 13 Songs. Unterstützt wird Maurenbrecher auf »flüchtig« abermals von seinen langjährigen Weggefährten Andreas Albrecht (Gesang, Schlagzeug, Percussion, Produktion), Marco Ponce Kärgel (Gitarre), Tobias Fleischer (Bass), Reka, George Nussbaum (beide Chor), Florian Erlbeck (Saxophon) und Florian Scheffler (Trompete) und sorgt mit diesen auch für manch musikalische Überraschung.
»Dabei zeigt Flüchtig wieder einmal, wie der Berliner Liedermacher selbst komplexe Themen prägnant auf den Punkt bringen kann, wie man heiße Eisen so anpackt, dass der Hörer gar nicht anders kann, als sich Gedanken über diese Themen zu machen.«
(Good Times, Oktober/November 2017)
(Quelle: jpc)

www.maurenbrecher.com

 

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September 2017
Lizzy McPretty im Swingerclub
DIGGING FOR GOLD

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Die Leipziger Band Lizzy McPretty im Swingerclub hat ihr zweites auf Schloss Breitungen aufgenommenes Studio-Album veröffentlicht und mit einer rauschenden Record-Release-Show in Noels Ballroom in Leipzig live gefeiert.
Nach ihrem Debut-Album „Nine Shoots“ (2013) präsentiert das Trio nun die neue Platte „Digging for Gold“, die neben der Pressung auf CD auch in einer auf 100 Stück limitierten Vinyl-Auflage erschienen ist.
Auf dieser Scheibe haben „Lizzy McPretty im Swingerclub“ ihren ganz eigenen Sound gefunden. Die ungewöhnliche Besetzung des Trios – Mark Hempel (git), Christian Bauer (tb, dr), Ulrike Lichtenberg (voc) – eröffnet dabei frische, unverbrauchte Klangwelten. Und so finden sich sphärische Jazzsounds neben einer authentischen Chicken-Picking-Gitarre und bluesige Melodien existieren neben stampfenden Country-Rhythmen. Hier hört man Handwerk und Handgemachtes mit viel Liebe fürs Detail, dabei bewegt sich die Band leichtfüßig zwischen den Genres und bedient einerseits typische Country-Klischees, weiß aber genauso gut mit unerwartet poppigen Tönen zu überraschen. Die zwölf Songs des Albums „Digging for Gold“ stammen alle aus eigener Feder und sind mit ebendiesem Old-Time-Feeling knisternder Vinylkuriositäten arrangiert, das den besonderen Charme der Formation ausmacht.
Die komplette Produktion hat die Band mit Hilfe eines Crowdfunding-Projekts, also der Unterstützung vieler Freunde und Fans realisiert.
www.lizzymcpretty.de

 

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August 2017
SARAH LESCH
DA DRAUSSEN

(KICK THE FLAME)

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Seit letztem Jahr wächst das Interesse an der Liedermacherin Sarah Lesch rasant. Jetzt präsentiert sie ihr drittes Studioalbum als CD im dreiteiligen Digifile und Doppel-LP im Gatefoldcover auf KICK THE FLAME. In Thüringen geboren und heute in Leipzig lebend, hat Sarah Lesch autodidaktisch und organisch ihr Talent als Texterin, Sängerin und Musikerin entwickelt, zahlreiche Konzerte und die ersten beiden selbstproduzierten Alben brachten ihr eine rasant wachsende und euphorisch-loyale Gefolgschaft ein. Die preisgekrönte Künstlerin (Troubadour, FM4 Protestsong, Preis der Hanns-Seidel-Stiftung, Udo-Lindenberg-Panikpreis) zeigt jetzt mit DA DRAUSSEN, dass sie keineswegs bereit ist, sich auf Erreichtem auszuruhen. Die fast verlorene Kunst, durch reine Erzählungsgabe und das Timbre ihrer vielseitigen Sing- und Sprechstimme bedingungslos zu fesseln, entstammt klar der deutschsprachigen Liedermachertradition, doch mischt sie dem akustisch inszenierten Autorensong mühelos Nuancen von Jazz, Blues, Chanson, Polka und 60er-US-Folk bei, die versierte Studiobesetzung glänzt mit Kontrabass, Schlagzeug, Percussion, Piano, Hammond, Harp, Trompete, Akkordeon und vielem mehr, lässt den Liedern jedoch genügend Raum und Ruhe. Als poetische, romantische wie auch sezierend scharfsinnige und rebellische Dichterin baut Sarah Lesch die zwölf neuen Songs ganz intuitiv und vollkommen souverän um die Lyrik herum auf, und erreicht damit eine Dringlichkeit, Poesie und Klasse, die Ihresgleichen sucht.

CD-Release-Konzert:
Sonnabend | 12. August 2017 | 19.45 Uhr
LEIPZIG-Eutritzsch | Parkbühne GeyserHaus Leipzig
www.sarahlesch.de

 

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Juli 2017
JOHANNES KIRCHBERG
und das CANEA Quartett Hamburg

Johannes R. Becher
einmal frei. und einmal glücklich sein.
(dermenschistgut Musik)

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KIRCHBERG singt BECHER: Johannes Kirchbergs neue CD ist da: „einmal frei. und einmal glücklich sein.“ ‒ so heißt das Album, das sich dem zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Dichter Johannes R. Becher widmet. 16 Gedichte hat der produktive Chansonnier vertont und mit einem Hamburger Streichensemble, dem Canea-Quartett, live eingespielt. Das Ganze unter der musikalischen Leitung von Jens-Uwe Günther. Herausgekommen ist eine wunderbare Aufnahme, irgendwo zwischen Klassik und Chanson angesiedelt, die einlädt, diesen politisch nicht unumstrittenen Dichter (bzw. dichtenden Politiker) neu zu entdecken.
Die CD erscheint am 28. Juli auf allen üblichen Portalen und wird offiziell und live am 3. Oktober auf Hamburgs Theaterschiff DAS SCHIFF vorgestellt.
Die Liedertour präsentiert Johannes Kirchberg mit dem Programm „Einmal frei. Und einmal glücklich sein.“, einen musikalisch-literarischen Abend über Johannes R. Becher zum 60. Todestag des Dichters am 11. Oktober 2018 im Neues Schauspiel Leipzig.
www.dermenschistgut.de

 

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Juni 2017
REITLER
ES GEHT MIR GUT
(Kick The Flame)

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Vier umtriebige Musiker in der Blüte ihrer Jahre veröffentlichen ihre erste gemeinsame Platte. Darauf singen sie von Gewohnheit und Glück, der Sonne am Himmel, selektiver Demenz, der Liebe nach dem Fallen des Happy-End-Vorhangs, und davon, mit der Mutter im Traum auf dem Friedhof zu tanzen. Weil die Platte genau deswegen ‒ oder trotzdem? ‒ „Es geht mir gut“ heißt, spielen REITLER dazu mal melancholische, mal übergeschnappte Beat-Musik. Das Leben rockt. Und bleibt bis auf weiteres eine Tragikomödie. Ein bisschen funky, ein bisschen folkig, ein bisschen Alternative Chanson, im Hintergrund mal ein Akkordeon und manchmal ein Männerchor, manchmal ein Damenchor. Im Mittelpunkt immer der Song.
REITLER spielen Unterhaltungsmusik im besten Sinne. Darin steckt auch das Wort Haltung. Unterhaltungsmusik, die ist wie eine Unterhaltung mit Freunden. Man lacht, heult, schüttet sich das Herz aus, missversteht sich und liegt sich zum Abschied betrunken in den Armen. Manchmal landet man auch miteinander im Bett und schämt sich am nächsten Morgen dafür.
REITLER machen Musik, wie sie vielleicht heute Manfred Krug, Joe Jackson, Inga Humpe, Bernd Begemann oder Elvis Costello machen würden, kämen sie aus Leipzig. Und hätten sie nebenbei noch Job, Familie nebst (unehelichen) Kindern und einen strapazierten Dispokredit. Auf „Es geht mir gut“ swingt da

 

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Mai 2017
SCHÜLLER
STERNE HOCH
(dermenschistgut Musik)

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Zu Himmelfahrt erscheint SCHÜLLERs fünftes Album STERNE HOCH
Drei Jahre nach der für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominierten vierten CD „Alle guten Geister“ schickt die Band um den kreativen Songschreiber und Frontmann Ralph Schüller die Nachfolger-Scheibe in die Umlaufbahn:
STERNE HOCH – innerhalb einer Woche von Hendrik Gundlach Klangpro duktion im Leipziger KNAGGE Sounds&Concepts-Studio aufgenommen, in Potsdam gemischt und gemastert und mit einem von Grafiker Ralph Schüller aufwendig gestalteten Booklet ausgestattet – wird am 24. Mai im Eutritzscher Unterrock im GeyserHaus Leipzig live präsentiert.
Vor allem die bewährte Stammbesatzung mit Ralph Schüller (Gesang und Gitarre), Rainer Schön (Piano, Orgel und Akkordeon), Hendrik Gundlach (Bass), Jann van de Kaast (Schlagzeug) und Frank Oberhof (Akkordeon), aber auch Joe Kucera (Saxophon), Friedrich Lucht (Dobro) und weitere illustre instrumentale und vokale Gastinterpreten wie Danny Dziuk / Dziuks Küche (Klavier und Stimme!) oder Bastian Bandt sorgen auf dem neuen Album für grenzenlose Musikalität und stilistische Vielfalt um Schüllers phantasievollen Sprachkosmos.

CD-Release + Liedertour-Konzert des Monats
SCHÜLLER – STERNE HOCH
Mittwoch | 24. Mai 2017 | 20.00 Uhr
LEIPZIG | UnterRock im GeyserHaus
www.ralphschueller.de

 

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April 2017
RICHARD DE BASTION
It´s About Time
(Apple Music)

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55 years on stage:
Der gebürtige Engländer Richard de Bastion stand schon in den 60er Jahren auf der Bühne, wo er zusammen mit den Schlagzeugern Jim Capaldi (Traffic) und John Bonham (Led Zeppelin) seine ersten großen Schritte als Keyboarder machte. 1973 zog es den Singer/Songwriter und Multiinstrumentalisten nach Westberlin. Dort reichten seine vielfältigen musikalischen Projekte stilistisch von Jazz-Funk bis Country-Rock an der Seite von Musikern wie Wölli Rhode (Die Toten Hosen), Hansi Behrend (Ideal) und sogar Sido. Mit eingängigen und besonderen Liedern zwischen Folk und Pop und seinem ungewöhnlichen Gitarrenstil wurde er rasch zu einem der beliebtesten Künstler der damaligen westdeutschen Folkszene. Bislang veröffentlichte er zahlreiche Alben, stand mit Band oder auch solo auf unzähligen Bühnen und komponierte unter anderem für Peter Maffay und Sally Oldfield.
Nach fast einem Jahr Vorbereitung veröffentlicht Richard de Bastion am 22. April mit einem Record-Release-Konzert im Live-Club DODO in Berlin-Kreuzberg sein viertes Solo-Album IT’S ABOUT TIME (Apple Music), das als Vinyl-LP, CD und auf allen gängigen Download-Plattformen erscheint. Zum Song “Broken Heart” hat Nils Liebheit ein überraschendes Musik-Video produziert.
Die Clubtour zum Album führt den erfahrenen Musiker durch Deutschland, Dänemark, das Vereinigte Königreich und zur Liedertour.
“And, guess what, I´m still having fun.”
richarddebastion.wordpress.com

 

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März 2017
DIRK & DAS GLÜCK
ZÖLLNER trifft KARMA
(BUSCHFUNK)

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Dirk Zöllner trifft Werner Karma. Das ist ein Glück und zugleich silly („verrückt“). Doch was die gleichnamige Ostrocklegende für ihr neues Album an Karmas Texten wieder in dessen Schubladen retournierte, wird auf „Dirk und das Glück“ auch durch die lässig leichtgängige Musik, einem formidablen Farbkasten aus IndieRock, Blues und Funk, zu einem wirklich starken Album geformt: Schon jetzt erklimmt es in der deutschsprachigen Musikszene des Jahres 2017 einen vorderen Platz. Zöllner hat nicht in der Ablage, sondern in der Schublade eines der ganz großen Rocktexter Deutschlands kramen können, und: er ist fündig geworden! Karmas Geist, Gedankenreichtum und poetische Authentizität geht mit der Musikalität, Empathie und Energie der Band um Dirk Zöllner eine grandiose Kollaboration ein: Vom Glücksversprechen Massentourismus („Benzin“) über die Unwägbarkeiten und den Wonnegefühl von Beziehungen („Lieb sein“, „Zwei Sonnen“) bis zu den schaurig-schönen Schattenseiten unseres gut-bürgerlichen Daseins („Hallo“, „Kamerad“): Sinnlichkeit („Die Frauen“) oder Schmerz („Die Dritte“), immer aufs Neue gehört, erhört, erlebt werden. Ein Album wie ein Seelenkorken, der übermütig und selbstbewusst aus einer spritzigen Flasche Champagner geschüttelt wird, worauf steht: „Dirk und das Glück“.
www.buschfunk.com
www.dirk-zoellner.de

 

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Februar 2017
Paul Millns and Band
FULL MOON OVER GOSECK
live from 70th Birthday Concert
(ASINA records)

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Am 29. August 2015 gab der Londoner Blues´n´Soul-Poet Paul Millns am Vorabend seines 70. Geburtstages ein fulminantes Konzert mit Band und Gästen. In einer lauen Sommernacht unter dem Vollmond kamen auf Schloss Goseck über 500 Konzertbesucher in den Genuss dieses einmaligen Ereignisses, das in Ausschnitten am 31. August 2015 auf den Kultur-Radiosendern der ARD ausgestrahlt wurde.
Nun veröffentlicht Paul Millns auf dem neuen Gosecker Label „ASINA records“ eine persönliche Auswahl von 10 Songs aus diesem Konzertabend – eine Mischung aus Hits und ganz Neuem, dargeboten mit seiner großartigen Band und in einer überragenden Klangqualität – so, als wären Sie noch einmal live dabei!

Tracklist:
Distillery Street
Before the rain rolls in
No one on the streets
Gone again
Nobody home
Your names are on a list
Love in the times of hardship
Calling all clowns
Old enough
Crazy with love

Paul Millns – vocal and piano
Ingo Rau – bass and accordion
Butch Coulter – harmonica and guitar
Vladi Kempf – drums
Nick Pentelow – saxophone and clarinet
Andreas Millns – Keyboards
www.paulmillns.com
www.asinamusic.com/shop

 

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Januar 2017
KOKOTT & GEORGI
… ich werde weiterzieh´n!
live from 70th Birthday Concert
Balladen

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HERR VON RIBBECK AUF RIBBECK IM HAVELLAND
Musik: J.Kokott | Text: Th.Fontane
OSTERSPAZIERGANG
Musik: J.Kokott / F.M.Bartoldy | Text: J.W.v.Goethe
BALLADE VON DER HESTER JONAS
Musik: J.Kokott | Text: P.Maiwald
BARBAROSSA
Musik: J.Kokott | Text: F.Rückert
NIS RANDERS
Musik: J.Kokott | Text: O.Ernst
DER ZAUBERLEHRLING
Musik: J.Kokott | Text: J.W.v.Goethe
DER HANDSCHUH
Musik: J.Kokott | Text: F.v.Schiller
ERLKÖNIG
Musik: J.Kokott | Text: J.W.v.Goethe
KRIEGSBALLADE
Musik: J.Kokott | Text: I.Manger / dt. H.Witt
DER BREMBERGER
Musik: J.Kokott | Text: Traditional
ES HAT EIN BAUER EIN KALB GEZOGEN
Musik: Traditional | Text: Traditional
ICH WILL EIN GUTER BÜRGER WERDEN
Musik: J.Kokott | Text: G.Herwegh
BALLADE NR.1
Musik: Traditional | Text: G.Püschel
KO J. KOKOTT
Gesang, Gitarren, Mandoloncello
CHRISTIAN GEORGI
Flöte, Altflöte, Bassflöte, Sopransaxofon, Altsaxofon, Tin-Whistle, Low-Whistle, Blaswandler, Gesang
www.ko-art.de